Die Blutegeltherapie hat sich seit vielen Jahrhunderten als Naturheilverfahren etabliert und steht inzwischen als moderne Behandlung mit breitem Wirksamkeitsspektrum und hervorragender Verträglichkeit zur Verfügung.
Der Blutegel ist als Fertigarzneimittel eingestuft und unterliegt den gleichen Anforderungen an Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit, die an zulassungspflichtige Medikamente gestellt werden.
Eine Blutegeltherapie ist bei vielen Indikationen angezeigt:
- Akute oberflächliche Thrombose
- Postthrombotisches Syndrom nach tiefer Beinvenenthrombose
- Chronische Krampfaderbeschwerden
- Besenreiser-Varicosis
- Arthrosen aller Gelenke
- Rheumatische Erkrankungen
- Epicondylitis lateralis ("Tennis-Ellenbogen")
- LWS – und HWS- Syndrom
- Schmerzhafte Iliosacralgelenke
- Hörsturz
- Tinnitus
- Mittelohrentzündung
- Durchblutungsstörungen der Augen
- Abszesse
- Hämatome
- Herpes zoster (Gürtelrose)
Blutegel leben im Süßwasser und sind bis zu 15 cm lang. "Egel", abgeleitet vom Griechischen "echis", bedeutet: "kleine Schlange". Im Speichel des Blutegels befindet sich ein wahrer Medikamentencocktail.Dieser wirkt gerinnungshemmend und gefäßerweiternd, entkrampfend, entzündungshemmend und schmerzlindernd.
Es ist keinesfalls eine neue Erkenntnis, dass der Biss des Egels eine heilsame Wirkung hat. Schon in der Antike wurden Egel bei eitrigen Geschwüren, Hautkrankheiten oder Venenleiden erfolgreich verwendet.
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